Das Buch der Bücher - Sie wurde verfilmt, vertont, verhunzt, verlesen, vergessen und fern von finsteren Fluren vielfach vollkommen vorgelesen: Die Bibel. Wenige andere Schriften haben so viel Geschichte, wenige so alte Schriften wurden so sorgsam und vielfach überliefert. Ohne die Bibel wäre der Buchdruck kaum so schnell zur Zukunftstechnologie des 15. Jahrhunderts geworden.
Was ist die Bibel?
Die Bibel ist Grund und Quelle des christlichen Glaubens, und zwar in allen christlichen Kirchen. Die Heilige Schrift besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Sie enthält von der Schöpfungsgeschichte bis zur Apokalypse des Johannes alle Geschichten, Gleichnisse, Prophezeiungen, Briefe, Berichte, Anweisungen, Psalmen, Gebete, Gebote und Erzählungen, die den christlichen Glauben in seiner Gesamtheit darstellen. Seit dem 1. Jahrhundert nach Christus stehen die Texte fest, die vor allem über hebräische und griechische, erst später auch in lateinischen Handschriften überliefert wurden.
Welche Bibel ist die richtige?
Es gibt mehr als 30 Bibelübersetzungen ins Deutsche, aber für die evangelische Kirche ist vor allem eine maßgeblich: Die Lutherbibel. Mit der Übersetzung der Bibel aus den biblischen Ursprachen Hebräisch und Griechisch hat der Reformator Martin Luther um 1530 die Textfassung geschrieben, die heute in der EKD immer noch verwendet wird (allerdings in der revidierten Fassung von 1984, denn Luthers damalige Sprache musste dann doch etwas modernisiert werden).
Die Bibel (Video in Gebärdensprache)

Wenn gemeinsam mit Katholiken gefeiert werden soll, kann der Text der Einheitsübersetzung gelesen werden. Sie stammt aus katholischer Feder, ist aber unter der Mitarbeit von evangelischen Fachleuten entstanden. Die Einheitsübersetzung ist der Text, der in der katholischen Kirche in Deutschland als Standard eingesetzt wird.
Dann gibt es unter den bekanntesten Übersetzungen noch die so genannte „Gute-Nachricht-Bibel“, die komplett ökumenisch erarbeitet wurde. Sie zielt nicht darauf ab, den Originaltext so wortgetreu wie möglich wiederzugeben, sondern beim Leser und Hörer heute die gleiche informative und emotionale Wirkung zu erzielen, wie es der Text damals bei seinen Hörern tat. Sie gibt den Sinn so verständlich wie möglich wieder.
Der Rat der EKD hat im Juni 2001 noch einmal klar Stellung bezogen, dass die Luther-Übersetzung von 1984 der Bibeltext der evangelischen Kirche in Deutschland ist. Den Text dazu gibt es auf der EKD-Homepage.
Wo finde ich die Bibel?
Im Buchladen natürlich! Aber wer nur einzelne Passagen sucht, ist auch im Internet gut aufgehoben. Zum Beispiel auf die-bibel.de, der Seite der Deutschen Bibelgesellschaft, die verschiedene Fassungen des gesamten Bibeltextes zum Lesen im Internet anbietet, viele Informationen dazu bereitstellt und praktische Hinweise zur Lektüre gibt. Ebenfalls speziell für das Lesen am Bildschirm und die jüngere Leserschaft ist basisbibel.de gemacht, wo sich die Leser sogar selbst an der Übersetzung beteiligen können. Eine offene Bibelübersetzung, die in unterschiedlichen Medien und ohne lizenzrechtliche Probleme nutzbar sein soll, wird auf dem Portal offene-bibel.de erarbeitet. Wer die nötigen Hebräisch-/Aramäisch-/ oder Griechischkenntnisse mitbringt ist eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Den gesamten Text in vielen Sprachen gibt es bereits auf bibleserver.com. Und wer es gerne etwas kompakter hätte, kann sich natürlich durch die Bibel in Twitter-Form klicken. Der in der von evangelisch.de initiierten Twitter-Aktion entstandene Text bietet die Gute Nachricht in Tausenden von Kurznachrichten - und damit sprachlich ganz neue Erlebnisse mit den alten Geschichten.
Die Bibel - Das Quiz
Wer sich aktiv und mit etwas Ehrgeiz durch die Bibel arbeiten will, stellt sich unserem Bibel-Quiz. Spielerisch kitzeln die Fragen das Wissen um Namen und Dramen aus dem Langzeitgedächtnis hervor oder vermitteln originelle Details, die man garantiert nicht wieder vergisst...sprechende Esel in der Bibel? Die bürgerlichen Berufe der Jünger Jesu? Wer nicht weiter weiß, kann einen Joker einsetzen - und wer daneben liegt mit einer Antwort, darf immer wieder von neuem beginnen!





Kommentare
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst < Mt 22:38
Eigentlich ganz einfach zu verstehen:
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ < 2Tim 3,16.17
deshalb:
„Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren«, und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe.“ < Röm 13:8-10
„ »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ < Mt 22:38-40
Oder:
„Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«“ < Gal 5,14
Was noch fehlt:
„Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!“ < Jak 1,22
RE: In der Bibel steht geschrieben...
Theophil,
und was willst Du nun damit sagen? Daß das Gebot der Nächstenliebe nicht gilt, weil die Bibel auch von brutalen Kriegen berichtet? Wohl kaum, oder?
Liest keiner mehr?
Na, überwältigend scheint das Interesse an der Heiligen Schrift in diesem Forum ja gerade nicht zu sein, da sich hier bisher nur zwei Skeptiker tummeln.
Oder sollte das etwa an Inhalten des Buches der Bücher liegen wie z. B. dem folgenden:
Mose trat an das Lagertor und sagte:"Wer für den Herrn ist, her zu mir!" Da sammelten sich alle Leviten um ihn. Er sagte zu ihnen: "So spricht der Herr, der Gott Israels: Jeder lege sein Schwert an. Zieht durch das Lager von Tor zu Tor! Jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten." Die Leviten taten, was Mose gesagt hatte. Vom Volk fielen an jenem Tag gegen dreitausend Mann, dann sagte Mose: "Füllt heute eure Hände mit Gaben für den Herrn! Denn jeder von euch ist heute gegen seinen Sohn und seinen Bruder vorgegangen, und der Herr hat Segen auf euch gelegt".
Ex 32; 26-29
In der Bibel steht geschrieben: Jeder soll den Nächsten lieben
Lesen!
Jedem, der sich für einen guten Christen hält, empfehle ich, einmal unvoreingenommen und ohne fremde Interpretation oder Selektion die Bibel im Ganzen zu lesen.
Sodann möge er seine (von Gott verliehene?) Vernunft walten lassen.
Für den, dem das zu mühselig erscheint, gibt es eine Light-Version:
http://www.reimbibel.de/
Vom Schwören
"Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören! Nehmt weder den Himmel zum Zeugen, denn er ist Gottes Thron; noch die Erde, denn sie ist sein Fußschemel; und auch nicht Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Nicht einmal mit eurem eigenen Kopf sollt ihr euch für etwas verbürgen; denn es steht nicht in eurer Macht, daß auch nur ein einziges Haar darauf schwarz oder weiß wächst. Sagt ganz einfach Ja oder Nein; jedes weitere Wort ist vom Teufel."
Mt 5;34-37
Nun, warum legen die Politiker ihren Amtseid auf die Bibel ab? Haben sie sie gar nicht gelesen?
In der Bibel steht geschrieben: Jeder soll den Nächsten lieben
warum denken christen sie haben das patent auf nächstenliebe? was hat nächstenliebe mit jesus oder gott zu tun? und warum steht in diesem märchenbuch so unglaublich viel sch...? und warum bin ich überhaupt auf einer plattform die junge menschen in den glauben locken will?
ich muss weg ...
Jeder soll den Nächsten lieben
"Es genügt nicht zu werden wie der Sohn, du musst selber der Sohn sein." (Meister Eckhart)
Wenn Anspruch und Wirklichkeit Maßstab für Wahrhaftigkeit des Glaubens und der Gläubigen dienen können, so hat das Christentum hier seit je her und in großem Umfang versagt. Diejenigen, die die Nächstenliebe, die Feindesliebe und den Gewaltverzicht auch nur ernsthaft in Erwägung zogen oder sogar als unerlässliche Voraussetzung für ein christliches Leben erachteten, passen in die kleinste Kapelle. Die anderen, denen "der Sohn" glücklicherweise ein "unerreichbares Ideal" ist, bilden seit ehedem die heuchlerische, selbstzufriedene Mehrheit. Das muslimische "Keiner trage des anderen Last." ist mir da durchaus sympathischer :)
Jeder soll den Nächsten lieben
Das Text wo es steht geschrieben habt ihr ja glatt vergessen:
„Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“, sagte Jesus zu seinen Freunden (Johannes 13:35). Wie wichtig die Liebe ist, zeigte Jesus selbst, als er sein Leben für andere opferte. Wer seinen Nächsten liebt, erfüllt damit eine grundlegende Voraussetzung für die Rettung.
So lange so eine beruf wie Mileter Pfarrer gibts seid ihr nicht dabei!!!
Liebe ist ein Markenzeichen der wahren Anbetung. Jesus verglich das Herausfinden der wahren Anbetung mit dem Finden des richtigen Weges, den man dann auch geht. Nur dieser Weg führt zu ewigem Leben. Jesus sagte: „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14). Nur wer das wahre Christentum praktiziert, geht gemeinsam mit Gott den richtigen Weg. Daher ist es von Bedeutung, für welche Religion man sich entscheidet. Wer diesen Weg gefunden hat und ihn geht, hat den besten Lebensweg gewählt, den Weg der Liebe (Epheser 4:1-4).
So tuen wahre Christen keine Wehrdienst leisten!!!
(Jesaja 2:4) Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.
RE: Jeder soll den Nächsten lieben
Ich wusste, ich habe es geahnt. Wie könnte es auch anders sein. Sorry "Gast" unter mir, aber es sind solche Menschen, wie sie, die es der Kirche so schwer machen, Menschen zu erreichen. Sie gehören auch zu denjenigen die keine eingene Meinung haben und nur die Bibel zitieren können. Sie leben doch an Menschen und an dem Gebot der Nächstenliebe vorbei. Welches Recht haben sie, dass sie den Beruf des, ich nehme an es soll in ihrem Text, Militär Pfarrer heißen, verurteilen? Woher wissen sie, dass Gott die Menschen nicht genau in diesen Beruf entsandt hat? Woher nehmen sie sich das Recht zu entscheiden, dass diese Pfarrer nicht dabei sind?
Steht denn nicht bei Matthäus 7, 1-3:
"1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?"
Bedenken sie, dass sie die Menschen nicht vorverurteilen dürfen, denn Jesus ist nicht gekommen um uns zu richten, sondern uns aufzuRICHTEN und zu erretten. Sie wissen schließlich nicht, was Gott mit jedem einzelnen von uns noch vor hat und welchen Weg er für ihn bestimmt hat.
Jesus richtet die gebrochenen
Jesus richtet die gebrochenen auf, aber Er richtet auch! Nämlich die, deren Namen Er nicht kennen wird wenn Er wiederkommt.
ER tut beides, und weh denen, die meinen "nur Sonntags in die Kirche gehen" oder sich Christ nennen, reicht aus um gerettet zu sein. - Wenn ich keine persönliche Beziehung zu Ihm habe, Ihn nicht als Herr angenommen und Ihm meine Schuld gebracht habe, wird er mir sagen"Dich kenne ich nicht?"
Gott ist nicht (nur) lieb, Er ist heilig und ohne Jesus können wir nicht zu Ihm kommen!!!!!!!!!!!!!!
Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!
Bibel?
Es geht um das Buch - in erster Linie also um das geschriebene Wort. Und da fehlt mir in dem Artikel ein wichtiger Hinweis:
Jede deutsche Übersetzung ist Interpretation der originalen Sprache. Hebräisch und Griechisch lassen im Deutschen oft mehrere Deutungen zu, die inhaltlich nicht unrelevant sind. Das "Wort" ist also NICHT EINDEUTIG und schon darum gar nicht ewig!
Wer sich ein bißchen mit den bisher vorliegenden Übersetzungen auseinandersetzt, wird feststellen, das mal im einen und mal im anderen Fall die Übersetzung näher am Original scheint. DIE EINE BIBEL gibt es gar nicht.
Wer also vom Wort Gottes spricht, sollte das nicht vergessen: die Texte sind von Menschen geschrieben, übersetzt, interpretiert! Die EINE WAHRHEIT im Wort gibt es nicht!
Ein heiliges Buch, ja. Aber keines, welches im Hinblick auf seine Übersetzung immer absolut fehlerfrei ist. Menschenwerk ist immer unvollkommen und erreicht nie die letzte Wahrheit.