Worship ist anders und sehr individuell

oekt_worship_g.jpg

Foto: Joachim S. Müller

Ökumenischer Kirchen - Jedenfalls für einige Besucher der abendlichen Veranstaltung. Doch das mag bei der im Münchner "Backstage" veranstalteten Lobpreisnacht nicht allen so gegangen sein. Eine kleine, zu einem Drittel gefüllte Halle sollte laut Programm zu einem Ort der musikalischen Anbetung werden. Von Letzterer hat natürlich jeder eine andere, sehr individuelle und persönliche Vorstellung, so viel sei an dieser Stelle gesagt.

Von Malte Surmeier

Ausführende waren drei Musikgruppen, die Band "Söhne des Lichts" aus München, die Berliner Lobpreis-Band "Bconnected" und der Projektchor "Maranatha" aus Buchen.

Die "Söhne des Lichts", eigentlich auch mit Töchtern an Background-Mikros und Gitarre, begannen den Abend; und das nicht wirklich glücklich. Ohne Beamer, Liedzettel o.ä. hatten die Besucher kaum eine Chance mitzusingen. Auch Performance und musikalisch-dynamische Ausarbeitung hätten besser auf ein Schülerbandfestival gepasst, nicht wenige zunächst vorfreudige Besucher setzten sich nach wenigen Liedern wieder oder verließen ganz das Gebäude, da "kaum Platz zur individuellen Anbetung" gelassen wurde.

"BConnected" schien anfangs auf demselben, die zunächst wieder erwartungsfrohen Besucher enttäuschenden Niveau weiterzumachen, fing sich aber ab der Hälfte und mit zunehmender Dynamik der Musik und Authentizität der Ausführenden ließen sich immer mehr Besucher auf das Angebot der gemeinsamen Anbetung ein und feierten eine knappe halbe Stunde lang ihren gemeinsamen Herrn. Die Texte wurden auf eine Leinwand projiziert, die spürbare Anspannung unter den hauptsächlich Jugendlichen im Saal war gewichen.

Mit dem Projektchor mit Band "Maranatha" wechselte das Genre dann völlig. Der recht große Chor mit ebenso gut besetzter Band besteht schon seit 19 Jahren und ist bereits auf einigen Kirchen- und Katholikentagen aufgetreten. Selbstgeschriebene Lieder und bekannte Songs im Stil von "Da berühren sich Himmel und Erde" stellten das Repertoire dar. Der Veranstaltungsort tat dem Chor jedoch leider keinen Gefallen, die Akustik war bescheiden und wurde dem Engagement und den Fähigkeiten der vielen ehrenamtlichen Mitglieder nicht gerecht. Mitsingen war schwierig.

Vor allem einige recht junge Besucher schienen einen tollen Abend genossen zu haben, während jedoch andere enttäuscht und nachdenklich wirkten. Die Form der Anbetung, das sei noch einmal betont, soll hier nicht als Problem dargestellt sein, da jeder auf andere Art und Weise einen Zugang finden kann. Doch an der Ausführung derselben ließe sich bei allen drei Gruppen noch feilen.


Malte Surmeier ist Abiturient aus Bielefeld und berichtet für youngspiriX von seinen Erlebnissen beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München.

© 2009 - 2012 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Presse  |  Datenschutz  |  AGB