Mensch, Natur und Gott: Warum wir Erntedank feiern

Erntedankgottesdienst mit evangelischem Gesangbuch und herbstlicher Dekoration.

Foto: epd-bild/Rainer Oettel

Gott wird für die Ernte in einem Erntedankgottesdienst unter anderem mit besonderen Liedern und Kirchendekoration gedankt.

Mit dem Erntedankfest erinnern Christen an den engen Zusammenhang von Mensch und Natur. Gott für die Ernte zu danken, gehörte zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen.

Traditionell werden die Altäre zum Abschluss der Ernte mit Feldfrüchten festlich geschmückt. Auch Kindern soll das Erntedankfest die Zyklen des Jahreslaufes und der Nahrungsproduktion bewusst machen. Es soll zeigen, wie die Milch in die Tüte und das Gemüse in die Dose kommt.

Termin für Erntedank ist in der Regel der erste Sonntag im Oktober. Viele Gemeinden feiern das Schöpfungsfest aber bereits im September. Lange Zeit gab es keinen einheitlichen Festtermin, weil die Ernte nicht überall zur selben Zeit eingebracht wurde.

Das Fest soll auch deutlich machen, dass der Mensch die Schöpfung Gottes nicht unter Kontrolle hat. Der Mensch ist der Bibel zufolge selbst Teil der Schöpfung. Christen kritisieren daher die Zerstörung der Umwelt oder Manipulationen am Erbgut. Heute spielen die Themen Umweltschutz und Gentechnik eine immer größere Rolle bei diesem Kirchenfest, das etwa seit dem dritten Jahrhundert begangen wird.

Mit der in den Mittelpunkt gerückten Bitte des Vaterunsers "unser tägliches Brot gib uns heute" wird zugleich an die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern der Erde erinnert. Im christlichen Verständnis gehören das Danken und Teilen zusammen. Erntedank-Gottesdienste sind daher meist mit einer Solidaritätsaktion zugunsten notleidender Menschen verbunden.

epd

aus dem chrismonshop

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