US-Expertin: Deutschland spielt führende Rolle im Drohnenkrieg

Drohne vom Typ MQ-1 Predator bei Inspektion nach Einsatz

Foto: dpa/Tsgt Effrain Lopez

Nach Angaben einer amerikanischen Menschenrechtlerin werden Drohneneinsätze der USA aus Deutschland mitgesteuert.

Zur Begründung wies die Anti-Drohnen-Aktivistin und Buchautorin Medea Benjamin auf die US-Militärstandorte in Stuttgart und Ramstein hin, über die nach ihren Angaben Einsätze mitgesteuert werden. "Ich appelliere an die deutsche Regierung, ein Ende der Nutzung ihres Staatsgebiets für das Drohnenprogramm zu fordern", sagte Benjamin am Mittwoch in Berlin.

Benjamin ist Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation "Global Exchange" und der Anti-Kriegs-Organisation"Code Pink". Über den Drohnenkrieg sagte sie: "Wir halten es für Mord, wir halten es für Kriegsverbrechen." Durch die Einsätze würden zahlreiche Zivilisten getötet. Am Freitag will Benjamin eine entsprechende Erklärung an Kanzlerin Angela Merkel überreichen.