Beten hilft!

Sieben gute Gründe, mit Gott zu sprechen
Nach dem entsetzlichen Sturm auf den Philippinen fühlen sich viele Menschen hilflos. Was - außer spenden - kann man bei solchen Katastrophen für die Betroffenen tun? Beten zum Beispiel. Gern auch öffentlich und zusammen mit anderen - dafür gibt es unsere Seite gebet.evangelisch.de. Nützt das denn überhaupt etwas? Wir meinen: Ja. Sieben gute Gründe für das Beten.

1. Gebet unterbricht den Lauf der Dinge

Wer betet, unterbricht den normalen Ablauf des Tages. Was um einen herum geschieht, wird nicht als unvermeidlich oder selbstverständlich wahrgenommen. Stattdessen ordnet man im Gebet seine Gedanken. So kann, wer betet, sich selbst davon abhalten, besinnungslos zu werden und alles einem vermeintlichen Schicksal zu überlasen. Man kann durch Gebet Zusammenhänge entdecken und Verantwortung übernehmen.

2. Beten tröstet

Nur wer sich an Gott wendet, wer seinen Kummer Gott anvertraut, kann auf Trost von Gott hoffen. Im Gebet kann man zur Ruhe kommen, die Seele kann aufatmen. Beten bedeutet, nicht allein zu bleiben. Wer nicht allein ist in seinem Leid und Kummer, kann Geborgenheit spüren und sich so von Gott trösten lassen.

 

3. Wer betet, darf stammeln

Kaum eine andere Gesprächssituation ist so freundlich wie das Gebet. Wer betet, braucht keine geschliffenen Formulierungen oder besonderes Sprachvermögen. Wir können einfach reden, wie wir eben können, stammelnd, nach Worten ringend – ja, selbst stumm.

4. Der Zweifel kommt raus

Wie kann es sein, dass solches Unglück geschieht? Wie kannst Du, Gott, das zulassen? Solche Gebete gibt es, seit Menschen glauben. In den Psalmen gibt es Beispiele davon, wie Menschen sich gerade in der Katastrophe mit ihrem Zweifel und ihrer Klage an Gott wenden, zum Beispiel in Psalm 22.

5. Beten schafft Gemeinschaft

Wer im Gebet an andere denkt, für andere bittet, stellt sich in eine Gemeinschaft mit diesen Menschen. Im Gebet für andere machen wir deutlich, dass sie uns nicht egal sind. Wir nehmen Anteil am Schicksal anderer Menschen. Wir gehören zusammen.

6. Worte ausleihen ist erlaubt

Ob das Vaterunser, ob Psalmen oder Gebete ganz anderer Menschen - immer kann man einstimmen in die Worte, die an Gott gerichtet sind. Gerade wenn einem selbst die Worte fehlen, weil alles gerade so wunderschön oder so entsetzlich ist, hilft es sehr, dass es Formulierungen und Formeln gibt, die wir einfach mitsprechen und nachsprechen können.

7. Jesus hat gesagt: Betet immer!

"Lass nicht nach im Gebet", sagt Jesus. Er macht in seinen Gleichnissen und Reden immer wieder deutlich, dass man Gott mit einem Gebet sogar "nerven" darf. Gott hat immer Sprechzeit, selbst wenn andere längst schlafen (wie in Lukas 11,5-12).