Kirchenpräsident bekräftigt Recht auf Beschneidung

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad hat sich für das Recht von Juden und Muslimen auf rituelle Beschneidung in Deutschland eingesetzt.

Zum Wohl eines Kindes gehöre die Verwurzelung in seiner Religion, sagte Schad am Dienstagabend in Bad Dürkheim. Jüdische und muslimische Kinder hätten das gleiche Recht, in ihren Traditionen und mit ihren Riten aufzuwachsen wie christliche.

Für Christen und für säkulare Menschen sei der Ritus der Beschneidung fremd, räumte Schad ein. Umso größer sei die Verpflichtung, darauf aufmerksam zu machen, dass die Beschneidung für Juden und Muslime nicht nur Brauchtum sei, sondern Grundlage für ihre religiöse Identität. In einer weltanschaulich und religiös so pluralen Gesellschaft wie in Deutschland sei das Miteinander der Religionen der Ernstfall der Toleranz.