Protest gegen Rechts in Dresden

Mit Straßenblockaden und Demonstrationen ist in Dresden gegen Versammlungen der rechten Szene zum 73. Jahrestag des alliierten Luftangriffs vom 13. Februar 1945 protestiert worden.

An einer Veranstaltung unter dem Motto "Täterspuren suchen statt Opfermythen pflegen" nahmen am Samstag nach Angaben verschiedener Medien und Beteiligter mehrere hundert Menschen teil. Die Initiative "Dresden Nazifrei" sprach von rund 500 Teilnehmern. Darunter war Berichten zufolge auch der Schauspieler und frühere Tatort-Kommissar Peter Sodann.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte zur Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung aufgerufen, mit der an die von den Nazis aus der Stadt in Vernichtungslager deportierten Juden erinnert werden sollte. Der 13. Februar sei ein "Brandzeichen in der Geschichte" Dresdens, schrieb Hilbert in einem Facebook-Post. Jede Generation müsse sich "neu damit auseinandersetzten und dieses Erinnern in die Zukunft tragen", betonte Hilbert: "So, wie wir unsere Erinnerungskultur in Dresden gestalten wollen, heißt das eine klare Positionierung für eine offene Gesellschaft, für Demokratie, Respekt, Vielfalt, Internationalität und Frieden."



Am Jahrestag des verheerenden Luftangriffs von 1945 sind am Dienstag verschiedene Gedenkveranstaltungen geplant. Am Dienstagabend soll wie bereits in den Vorjahren eine Menschenkette gebildet werden.