Appell für mehr Ökumene beim Religionsunterricht an Schulen

Gemeinsamer Religionsunterricht

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Die evangelische Kirche fordert mehr konfessionell-kooperativen Religionsunterricht an Schulen. Die christlichen Kirchen sollten sich "überall zu offiziell geregelten Formen der Zusammenarbeit verpflichten", erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in einem am Donnerstag in Hannover vorgestellten Grundlagentext zur kirchlichen Pädagogik.

Gemeinsamkeiten zwischen den Konfessionen sollten gestärkt, der "Umgang mit bleibenden Unterschieden eingeübt werden", betonte der Theologe. "Noch ist der Ausbau des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts in der Praxis weitgehend unzureichend - mit allen Konsequenzen für die Akzeptanz des christlichen Religionsunterrichts", fügte Bedford-Strohm hinzu, der auch bayerischer Landesbischof ist. Religiöse Bildung sei von großer Bedeutung für das Zusammenleben der Menschen, hieß es: "Die öffentliche Schule, insbesondere der Religionsunterricht, ist ein zentraler Ort für religiöses Lernen und religiöse Orientierung."

Die jetzt veröffentlichten "Grundlagen, Standards und Zielsetzungen des konfessionell-kooperativ erteilten Religionsunterrichts" sollen Impulse für die konkrete Weiterentwicklung der Kooperation geben. Sie wenden sich an die Verantwortlichen für den Religionsunterricht in den Kirchen, Schulen, Schulverwaltungen und in der Lehrerbildung.