Evangelischer Pfarrer als Faschingsprinz

Faschingsprinzen

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Gregor Heidbrink sei vermutlich der erste protestantische Geistliche im Land, der zum Faschingsprinzen gekürt wurde, schreibt "Glaube+Heimat".

Der evangelische Pfarrer von Finsterbergen im Thüringer Wald ist noch bis Aschermittwoch in einer besonderen Rolle zu erleben: Gregor Heidbrink sei vermutlich der erste protestantische Geistliche im Land, der zum Faschingsprinzen gekürt wurde, schreibt die in Weimar erscheinende Mitteldeutsche Kirchenzeitung "Glaube+Heimat".

Der gebürtige Rheinländer, der in Bonn aufgewachsen ist, halte bei der 44. Saison des Finsterberger Karneval Clubs gemeinsam mit seiner Frau als Jeannette I. und Gregor I. närrischen Hofstaat. Seit vier Jahren stehe der promovierte Theologe zudem als Heiliger Martin in der Bütt und gehöre damit mittlerweile zum festen Bestandteil des Programms, hieß es weiter. Dabei mache Heidbrink ganz neue Erfahrungen, denn vor ihm sitze ein gut gelauntes, angeheitertes und zahlendes Publikum. "Da muss man schon Arbeit in seinen Vortrag stecken, das Timing muss stimmen, damit der Gag auch ankommt", sagte er der Zeitung. Das sei auch eine wertvolle Erfahrung für die Predigtvorbereitung.

Guter Karneval komme für den Pfarrer von unten, hieß es. "Der Spott gilt den Mächtigen", sagte er der Kirchenzeitung: "Das funktioniert, und es funktioniert noch besser, wenn der Mensch auch über sich lachen kann." Witze über Schwache, die sich nicht wehren können, gehörten hingegen nicht zu einem Büttenabend.