Thomalla findet Kirchen-Kritik an Werbemotiv mit Kreuz "bizarr"

 Werbeshooting mit Sophia Thomalla

Foto: by @henning_j_schulz for @lottohelden „El Gordo“

Making of Szene vom Werbeshooting mit Sophia Thomalla als Jesus am Kreuz

Nach der Aufregung um ein Werbemotiv mit ihr als Jesus am Kreuz zu Weihnachten zeigt sich Sophia Thomalla unbeeindruckt von der Kritik der Kirchen.

Sie finde es "bizarr", dass gerade die Kirche "aufgrund der vielen Hinrichtungen, Kreuzigungen, Hexenverbrennungen" in der Vergangenheit und mit "pädophilen Eskapaden" in der Neuzeit ihr etwas vorwerfe, sagte sie am Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger". Gleichzeitig sagte die 28-Jährige, persönlich habe sie niemanden angreifen wollen.

Thomalla posierte für eine Lotto-Firma als Jesus am Kreuz - ein Motiv, das nicht mit Weihnachten als Fest der Geburt Jesu, sondern mit dem Karfreitag verbunden wird. Die Firma sprach auf epd-Anfrage selbst von einem "provokanten Motiv", mit dem Aufmerksamkeit erregt werden solle. Thomalla erntete heftige Kritik von evangelischer und katholischer Kirche. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, bezeichnete es als "geschmacklos", der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, als "erbarmungswürdig" und "dumm".

In der ARD-Sendung kritisierte auch der ZDF-Moderator Peter Hahne, früher Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das Motiv. "Es muss uns doch ein bisschen was heilig sein", sagte er. "Wenn Sie das mit Mohammed gemacht hätten, hätten wir heute einen Nelkenstrauß hier oder Sie wären auf der Todesliste", ergänzte Hahne an Thomalla gerichtet.

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