"Brot für die Welt" fordert von WTO-Konferenz gerechte Handelsregeln

Fischerei, Agrarhandel und E-Commerce

Foto: dpa/David Ehl

Ein Fischernetz hängt im Stadtteil Jamestown in Accra, Ghana. Die Doha-Runde der WTO soll besonders die Anliegen der Entwicklungsländer, neben Fischerei, Agrarhandel und E-Commerce, in ein Abkommen mit aufnehmen.

Vor der Welthandelskonferenz in Buenos Aires hat "Brot für die Welt" mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel gefordert.

Die multilateralen Handelsregeln müssten auf die Bekämpfung der Armut und den Schutz der Umwelt ausgerichtet werden, erklärte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Mittwoch in Berlin. Vom 10. bis 13. Dezember kommen Minister von rund 160 Staaten zur 11. Tagung der Welthandelsorganisation (WTO) in Argentinien zusammen.

Füllkrug-Weitzel kritisierte, dass Handelsfragen, die für die Zukunft vieler Entwicklungsländer elementare Bedeutung haben, in Buenos Aires gar nicht auf der Tagesordnung stünden. Dabei werde vielfach betont, wie wichtig die Sicherung der Ernährung und die Bekämpfung von Fluchtursachen sei. Deutschland und die EU sollten eine Debatte darüber anstoßen, wie Konflikte zwischen Handelsregeln und den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN gelöst werden könnten, forderte die Theologin. Ziel müsse eine ökologisch nachhaltige und faire Entwicklung in Nord und Süd sein.

Laut Füllkrug-Weitzel ist es seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump noch fraglicher geworden, ob die WTO als Forum für Handelsabkommen überhaupt noch anerkannt wird. Zu den Themen in Buenos Aires gehört neben Fischerei, Agrarhandel und E-Commerce auch die Zukunft der 2001 gestarteten Doha-Runde der WTO, die besonders die Anliegen der Entwicklungsländer in ein Abkommen aufnehmen sollte. Bislang wurde jedoch in wichtigen Fragen keine Einigung erzielt.