Spendenaktion von "Brot für die Welt" mit Festgottesdienst eröffnet

Mit einem Festgottesdienst in Saarbrücken hat die evangelische Kirche am ersten Advent ihre bundesweite Spendenaktion "Brot für die Welt" eröffnet.

Unter dem Motto "Wasser für alle" soll in diesem Jahr soll der Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit im Fokus stehen. Es sei mit dem Recht Gottes und mit irdischer Gerechtigkeit nicht zu vereinbaren, dass fast 850 Millionen Menschen auf der Erde keinen Zugang zu frischem Wasser hätten, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski in seiner Predigt in der Ludwigskirche. 

Er wies auch darauf hin, dass jährlich etwa 3,5 Millionen Menschen aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser sterben. "Wir können nicht das Quellwasser der Güte Gottes genießen und die Gerechtigkeit in der Welt Acht lassen", sagte Rekowski und rief zugleich dazu, den eigenen Wasser-Konsum zu überdenken und eventuell zu reduzieren. 

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck, der ebenfalls an dem Eröffnungsgottesdienst teilnahm, sagte: "Es ist beschämend, dass wir in einer Welt, die doch eigentlich zusammenrückt, sich vernetzt und verbindet, wegschauen, wenn es Menschen am im Wortsinne Elementarsten fehlt: dem Zugang zu sauberem Wasser". "Brot für die Welt" zeige, wie man durch die partnerschaftliche Stärkung der lokalen Kräfte helfen könne.


Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, erklärte, dass "Brot für die Welt" Menschen überall auf der Welt etwa beim Bau von Brunnen und Wasserspeichern unterstütze. "Ohne Wasser gibt es keine Nahrung, kein Leben und keine Entwicklung", betonte sie. 

"Brot für die Welt" wird getragen von den evangelischen Landes- und Freikirchen und ist im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung in Berlin angesiedelt. Seit 1959 bittet die Aktion in jedem Jahr zu Beginn der Adventszeit um Spenden für Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Traditionell ist auch die Weihnachtskollekte in evangelischen Gemeinden für "Brot für die Welt" bestimmt.