Bischof Dröge: Trost zulassen

Der evangelische Bischof Markus Dröge, hat am Ewigkeitssonntag dazu aufgerufen, bei der Trauer um einen Verstorbenen Trost von anderen Menschen zuzulassen und die Hoffnung nicht aufzugeben.

"Es ist gut, getröstet zu werden, Menschen zu haben, die mit mir meine Trauer aushalten, und mir zugestehen, dass ich einsam bin, obwohl sie doch an meiner Seite stehen", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Sonntag im ZDF-Fernsehgottesdienst in der Cottbuser Oberkirche St. Nikolai.

Mit dem Toten- oder Ewigkeitssonntag endet für die evangelischen Christen das Kirchenjahr. Der Gedenktag für die Verstorbenen geht auf die Reformationszeit zurück. Der Gottesdienst in Cottbus stand unter dem Motto "Woran ich mich halten kann".



Bischof Dröge betonte, "niemand von uns Lebenden weiß, wie genau das sein wird, was nach dem Tode auf uns wartet". Aber die Bibel halte wunderbare Bilder bereit, "die für mich eine Richtung aufzeigen". Gott nehme die Schmerzen, das Leid und die Qual, nichts dagegen tun zu können: "Er verbindet unsere Welt mit seiner neuen Welt, in der die Gestorbenen geborgen sind," sagte Dröge in seiner Predigt.