Terrorismus macht mehr Menschen Angst als der Klimawandel

Terrorismus

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Die Angst vor Terrorismus ist weiter verbreitet als die Sorge über den Klimawandel. Wie aus einer Umfrage des evangelischen Magazins "chrismon" hervorgeht, macht 26 Prozent der Menschen in Deutschland die größte Angst, dass religiös begründeter Terrorismus die freie Gesellschaft zerstören könnte. Dass die Erderwärmung ganze Erdteile unbewohnbar macht, steht für 20 Prozent auf der Liste der Sorgen ganz oben.

1.010 Menschen hatte das Institut Emnid im August befragt, welches Zukunftsszenario ihnen die größten Sorgen bereitet. Dass Populismus und Nationalismus zu Kriegen führen, nannten 19 Prozent der Befragten. Dass ganz Teile der deutschen Bevölkerung verarmen könnten, macht 15 Prozent am meisten Angst. Und zehn Prozent nannten als Angstszenario, dass Menschen aus fremden Kulturen künftig in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Dass der digitale Wandel in einen Überwachungsstaat führt, fürchten drei Prozent am meisten.

Die Umfrage hatte "chrismon" für eine Spezial-Ausgabe des Monatsmagazins zum diesjährigen Reformationstag in Auftrag gegeben. Am 31. Oktober feiert die evangelische Kirche 500 Jahre Reformation. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. 

Das 36-seitige "chrismon spezial" liegt in einer Auflage von 6,7 Millionen Exemplaren bundesweit mehr als 70 Tages- und Sonntagszeitungen bei. Monatlich werden 1,6 Millionen "chrismon"-Hefte als Beilage großer Tages- und Wochenzeitungen verteilt. Verlegt wird "chrismon" vom Hansischen Druck- und Verlagshaus (HDV), einer 100-prozentigen Tochter des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), die Rundfunkarbeit der EKD und das Onlineportal "evangelisch.de".

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