Kulturrat will Reformationstag als dauerhaften Feiertag

Der Deutsche Kulturrat plädiert dafür,  dass der Reformationstag in Zukunft in allen Bundesländern Feiertag sein sollte.

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Der Deutsche Kulturrat plädiert dafür, dass der Reformationstag in Zukunft in allen Bundesländern Feiertag sein sollte.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat sich dafür ausgesprochen, den Reformationstag dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Er halte den Tag in seiner Bedeutung für so wichtig, dass er in allen Bundesländern Feiertag sein sollte, sagte Zimmermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums ist der Reformationstag (31. Oktober) in diesem Jahr erstmals bundesweit ein arbeitsfreier Feiertag.

Am 31. Oktober 1517 schlug der Überlieferung zufolge Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen für Reformen in der Kirche an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Seine Kritik an der römischen Kirche löste die weltweite Reformation aus, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. Der Reformationstag ist dauerhaft heute nur in den ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin ein gesetzlicher Feiertag.

Zimmermann sagte, er sei dafür, einen Tag dazu zu gewinnen, "der jedes Jahr zur öffentlichen Debatte über die Reformation anregt". Indirekt forderte er die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dazu auf, sich dafür einzusetzen. Die Festlegung von Feiertagen ist Ländersache.

Festakt geplant

Den 500. Jahrestag des Thesenanschlag will die EKD in diesem Jahr in Wittenberg mit einem Gottesdienst feiern. Geplant ist außerdem ein staatlicher Festakt, der die Bedeutung der historischen Ereignisse für die heutigen Ereignisse unterstreichen soll.

Zimmermann sagte, er wisse noch nicht, wie er den Feiertag begehen werde. "Es gibt fast nichts Langweiligeres als Staatsakte für Menschen wie mich." Er finde es legitim, wenn sich die Menschen einfach nur eines freien Tages erfreuten. Niemand sei gezwungen, an diesem Tag in eine Kirche zu gehen. Er ergänzte aber: "Es wäre schön, wenn die Menschen wüssten, warum sie diesen Feiertag in diesem Jahr haben."