Kirchenpräsident Jung besorgt über AfD-Ergebnis

Ein Wahlplakat der AfD hängt am am Stadtplatz von Deggendorf in Nierbayern.

Foto: dpa/Armin Weigel

Kirchenpräsident Volker Jung stellt klar, dass die AFD ist nicht mit einem christlichen Menschenbild zu vereinbaren sei. Im niederbayerischen Deggendorf holte sie 19,2 Prozent.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat sich besorgt über das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl geäußert.

Das Wahlergebnis sei ein "klares Warnsignal" für die Gesellschaft, erklärte Jung, der auch evanglischer Medienbischof ist, am Montag in Darmstadt. Die AfD sei eine "rechtsextreme Partei, die Positionen vertritt, die in meinen Augen nicht mit einem christlichen Menschenbild zu vereinbaren sind", sagte er.

Gleichzeitig wies Jung darauf hin, dass sich weit mehr als 80 Prozent der Wähler für Parteien entschieden hätten, die für eine "freie, offene, demokratische Gesellschaft eintreten und jede Form von Diskriminierung und Rassismus entschieden zurückweisen". Der Kirchenpräsident äußerte die Hoffnung, dass das Wahlergebnis im Parlament und in der Gesellschaft "den wachen demokratischen Diskurs stärkt".