Erdbeben in Mexiko: Tote und Gebäudeschäden

In Mexiko hat das zweite Erdbeben innerhalb von fünf Tagen viele Menschen in Panik versetzt. Nach Angaben von Mexikos Katastrophenschutzbehörde lag das Zentrum des Bebens der Stärke 6,1 am Samstag nahe der Stadt Oaxaca, rund 520 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt. Zwei Frauen im Alter von 58 und 83 Jahren starben demnach an einem Herzinfarkt, wie örtliche Medien berichteten.

Demnach gab es Schäden in Oaxaca und Umgebung. Die größten habe es an der Italtepec-Brücke und zuvor beschädigten Bauwerken gegeben, die zusammengestürzt seien, schrieb Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto via Kurznachrichtendienst Twitter. Im September wurde Mexiko damit insgesamt bislang von drei großen Erdbeben erfasst, bei denen insgesamt rund 400 Menschen ums Leben kamen.



Das neuerliche Beben ereignete sich um 07.52 Uhr (Ortszeit). Viele Bewohner liefen in Panik auf die Straße. Die Region wurde am 7. September schon einmal von einem schweren Erdstoß der Stärke 8,1 erfasst. Damals kamen mindesten 90 Menschen ums Leben. Es handelte sich dabei um das stärkste Beben seit 100 Jahren. Das Zentrum lag allerdings im Pazifik. Danach gab es mehr als 4.000 Nachbeben, eines davon ereignete sich am Samstag. Peña Nieto versprach den Menschen rasche Notfallhilfe. "Eine Umarmung für die Bevölkerung, die erneut schwierige Momente erlebt", schrieb er via Twitter.

Die Auswirkungen des Bebens waren auch in Mexiko-Stadt zu spüren. Gebäude wackelten und die Rettungsarbeiten mussten kurzfristig eingestellt werden. Das Beben am vergangenen Dienstag hatte mindestens 295 Menschen getötet, zahlreiche werden noch immer vermisst. Allein in Mexiko-Stadt wurden 1.500 Häuser beschädigt.

Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera, sagte, es gebe keine Berichte über erhebliche neue Schäden in der Hauptstadt. Die Rettungsarbeiten hätten weiter oberste Priorität. In den vergangenen Tagen wurden rund 80 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen. Unter einer eingestürzten Grundschule wurden mindestens 30 Kinder begraben. Die Helfer suchen immer noch nach verschütteten Kindern.

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen, dem Pazifischen Feuerring. Immer wieder kommt es hier zu tektonischen Verschiebungen, die Erdbeben auslösen.