Mindestlohn hilft Minijobbern mehr als Vollzeitkräften

Durch die Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 sind die Stundenlöhne von Minijobbern fast doppelt so stark gestiegen wie die von Vollzeit-Beschäftigten.

Der Anstieg der Nominallöhne, also der ausgezahlten Löhne ohne Berücksichtigung der Kaufkraft, lag unter Minijobbern 2015 und 2016 bei insgesamt 8,2 Prozent, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, über die die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstag) berichtet. Die Nominallöhne der Vollzeitbeschäftigten nahmen im gleichen Zeitraum lediglich um 4,9 Prozent zu.



In den Vorjahren waren die Nominallöhne von Minijobbern dem Papier zufolge noch deutlich langsamer gestiegen als die von Vollzeitbeschäftigten. Die Reallöhne zwischen 2008 und 2016 nahmen laut Arbeitsministerium um insgesamt 9,4 Prozent. Linken-Politikerin Jutta Krellmann mahnte, die Löhne seien für viele Beschäftigte nicht existenzsichernd.