Interkulturelle Woche startet in Offenbach

Abschiebung ist das Thema der "Interkulturellen Woche" in Offenbach.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Eine Sammelabschiebung mit Flüchtlingen hebt am 12.09.2017 am Flughafen in Düsseldorf mit Ziel Kabul ab. "Abschiebung" ist das Thema der Interkulturellen Woche 2017 in Offenbach.

Die Interkulturelle Woche 2017 wird am kommenden Montag in Offenbach eröffnet.

Im Zentrum der diesjährigen Aktion unter dem Motto "Vielfalt verbindet" stehe das Thema Familienzusammenführungen und Abschiebungen nach Afghanistan, teilte die hessen-nassauische Kirche am Dienstag in Darmstadt mit. "Familieneinheit" sei entscheidend dafür, dass Integration gelingen könne.

Abschiebungen in das vom Krieg gezeichnete Afghanistan sind nach Ansicht des Vorbereitungskreises der Interkulturellen Woche "inakzeptabel". Angesichts der Bundestagswahl am 24. September will das Bündnis aus Kirchen, Kommunen und gesellschaftlichen Gruppen zudem Rassismus entgegentreten und dafür werben, dass Menschen sich "aktiv in gesellschaftliche und politische Prozesse einbringen, Position beziehen und Haltung zeigen".

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet 2017 zum 42. Mal statt. Deutschlandweit sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an über 500 Orten geplant.