Kindernothilfe fordert Recht auf Bildung weltweit

Die Kindernothilfe fordert ein Recht auf Bildung für Kinder weltweit.

Noch immer könnten 57 Millionen Kinder nicht in die Schule gehen, kritisierte die Hilfsorganisation am Mittwoch in Duisburg anlässlich des Weltbildungstages am 8. September. Es gebe viele Gründe, warum Mädchen und Jungen nicht zur Schule gehen können. Oft zwinge die Armut sie zur Arbeit.

Um Bildungsprojekte für Gleichaltrige zu unterstützen, haben den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 4.000 Schüler im Rahmen der Kindernothilfe-Aktion "Action!Kidz - Kinder gegen Kinderarbeit" mehr als 90.000 Euro zusammengetragen. Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2007 haben nach Angaben der Kindernothilfe mehr als 50.000 Schüler zwischen 6 und 14 Jahren unter der Schirmherrschaft von Christina Rau rund 900.000 Euro an Spenden gesammelt. "Dadurch, dass sich die Kinder mit dem Thema auseinandersetzen, begreifen sie einmal mehr, welche Bedeutung Bildung für das Leben eines jeden von uns hat", sagte Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe.

Die Kindernothilfe zählt zu den größten Kinderhilfsorganisationen in Deutschland und fördert nach eigenen Angaben in 741 Projekten insgesamt 1,8 Millionen Kinder und ihre Familien in 31 Ländern weltweit.

Der Weltbildungstag erinnert am 8. September daran, dass weltweit knapp eine Milliarde Menschen weder lesen noch schreiben können, zwei Drittel davon sind Frauen. Etwa 110 Millionen Kinder erhalten keine Grundausbildung. Ausgerufen hat den Weltbildungstag die UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco). Ziel der UN-Initiative ist es, die Zahl der Analphabeten bis 2015 zu halbieren und allen Kindern kostenlosen Zugang zur Grundbildung zu verschaffen.