UN: 18.000 Cholera-Fälle in Südsudan

Machar Weituor ist als Patient in der Cholera-Klinik in Pieri im Südsudan

Foto: Sam Mednick/AP/dpa

Machar Weituor ist als Patient in der Cholera-Klinik in Pieri im Südsudan

Die Vereinten Nationen haben vor einer Verschärfung der Cholera-Epidemie in dem Bürgerkriegsland Südsudan gewarnt. Die Regensaison begünstige die Ausbreitung der Infektionskrankheit, erklärte die Internationale Organisation für Migration am Dienstag in Genf.

Zudem behindere die anhaltende Gewalt in dem Land den Kampf gegen die Cholera. Seit Mitte Juni seien mehr als 18.000 Cholera-Fälle im Südsudan gemeldet worden, 328 von ihnen seien tödlich verlaufen. Der Ausbruch habe vor einem Jahr begonnen.

Cholera wird durch verschmutztes Wasser und Nahrungsmittel übertragen und breitet sich bei schlechten hygienischen Verhältnissen schnell aus. Besonders gefährlich ist eine Infektion für Kinder, alte und kranke Menschen. Schon wenige Stunden nach der Ansteckung können starker Durchfall und Erbrechen auftreten.

Im Südsudan tobt seit Ende 2013 ein Bürgerkrieg zwischen der Armee von Präsident Salva Kiir und Rebellen unter der Führung des ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar um die Macht.