Terrorprozess in Dresden ins kommende Jahr verlängert

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Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Im Terror-Prozess gegen die "Gruppe Freital" vor dem Oberlandesgericht Dresden ist nicht vor Frühjahr 2018 mit einem Urteil zu rechnen.

Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, sind im kommenden Jahr zwischen 9. Januar und 28. März weitere 24 Verhandlungstermine angesetzt. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden gegen acht mutmaßliche Rechtsterroristen der "Gruppe Freital" hatte am 7. März begonnen und sollte ursprünglich bis Ende September verhandelt werden. Später wurden weitere Verhandlungstage bis Ende Dezember angesetzt.

Den sieben Männern und einer Frau im Alter von 19 bis 38 Jahren wird die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung und versuchter Mord vorgeworfen. Die Angeklagten müssen muss sich für insgesamt fünf fremdenfeindliche oder politisch motivierte Anschläge zwischen Juli und November 2015 verantworten. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe hatte den Fall im April 2016 an sich gezogen. Einer der beiden mutmaßlichen Rädelsführer hatte bereits wenige Wochen nach Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt.