Prominente fordern Stopp von Förderung islamistischer Vereine

Die Initiative "Stop the Bomb" fordert in einem Offenen Brief Bundesfamilienministerin Katharina Barley (SPD) dazu auf, die Förderung von pro-iranischen Verbänden einzustellen.

Konkret geht es um einen Workshop der "Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS)", der an diesem Wochenende vom Berliner Al-Mustafa Institut durchgeführt werden soll. Das Institut sei mit der Mustafa-Universität im Iran verbunden, "einer islamistischen Kaderschmiede des iranischen Regimes mit globaler Mission", heißt es in dem am Mittwoch in der Bundeshauptstadt verbreiteten Schreiben. Deren Ideologien und Aktivitäten seien "mit den freiheitlich-demokratischen Prinzipien der Bundesrepublik nicht vereinbar."

Das Al-Mustafa Institut hatte entsprechende Vorwürfe bereits Mitte Juli zurückgewiesen. Das Institut sei "eine unabhängige und selbständige Wissenschaftseinrichtung, die nach eigenem Ermessen und auf Grundlage des deutschen Grundgesetzes handelt und nicht auf Weisung irgendeines anderen Staates", heißt es auf der Homepage der Einrichtung.

Unterzeichner des Offenen Briefs sind nach Angaben von "Stop the Bomb" mehr als 80 Personen, unter ihnen der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff, die Gründerin der ersten liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, der jüdische Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik und die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane. Sie fordern Barley auf, "die Förderung von Instituten und Organisationen, die vom islamistischen Regime des Iran gesteuert oder beeinflusst werden, unverzüglich zu stoppen".

"Stop the Bomb" beruft sich auf Medienberichte, wonach die "Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands" in diesem Jahr mit 18.225 Euro aus dem Bundesfamilienministerium gefördert wird.