Katholische Bischöfe besorgt über Kriegsrecht auf den Philippinen

Auf den Philippinen haben Vertreter der katholischen Kirche vor einer Verlängerung des Kriegsrechts in der Region Mindanao auf Jahre hinaus gewarnt.

Auf den Philippinen haben Vertreter der katholischen Kirche vor einer Verlängerung des Kriegsrechts in der Region Mindanao auf Jahre hinaus gewarnt. Die Bischöfe forderten die Regierung auf, ihre Pläne für eine möglicherweise fünfjährige Verlängerung zu überprüfen, wie das Nachrichtenportal "Inquirer.Net" am Samstag berichtete. Sie äußerten Sorge, dass sich die Situation weiter verschlimmern und Menschenrechtsverletzungen noch zunehmen könnten.



Das von Präsident Rodrigo Duterte verhängte Kriegsrecht für die Region im Süden des südostasiatischen Inselstaates war zunächst auf 60 Tage angelegt. Am 22. Juli läuft es eigentlich aus. Mittlerweile wurden in den blutigen Gefechte zwischen philippinischem Militär und Islamisten mindestens 530 Menschen getötet. Hunderttausende Bewohner sind vor der Gewalt geflohen.
 
Die Kämpfe waren in der letzten Maiwoche ausgebrochen, nachdem die Armee während einer Razzia nach einem Anführer der Islamisten gesucht hatte. Daraufhin waren muslimische Extremisten in Marawi eingefallen. Sie hatten Geiseln genommen, Gebäude niedergebrannt und Flaggen der Terrormiliz "Islamischer Staat" gehisst. Indes hatte Manila eine Verwicklung ausländischer Kämpfer in den Konflikt eingeräumt, darunter Dschihadisten aus Indonesien, Malaysia und Singapur.