Ethikrat plädiert für gesellschaftliche Debatte über autonome Systeme

Roboter und Mensch schütteln sich die Hand.

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Der Deutsche Ethikrat plädiert für eine verstärkte gesellschaftliche Diskussion über die Anwendung sogenannter autonomer Systeme.

Ihre Entwicklung sei nicht aufzuhalten, sagte der Vorsitzende des Ethikrates, Peter Dabrock, am Mittwoch in Berlin. Der Theologe sprach sich vor allem dafür aus, die unterschiedlichen Einsatzorte intelligenter Maschinen im Blick zu behalten.

Autonome Systeme kommen beispielsweise in der Industrie zum Einsatz, wenn Roboter bestimmte Aufgabenbereiche der Arbeiter übernehmen. Auch in der Pflege kranker Menschen findet man sie, im "smart home", dem Haushalt, der über digitale Anwendungen gesteuert wird oder in Autos, die selbstständig fahren.

Dabrock äußerte sich bei der Jahrestagung des Ethikrates, der die autonomen Systeme zum Thema hat. Die Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beschäftigten sich mit der Frage, wie solche Anwendungen den Alltag der Menschen und ihre Gefühlswelt verändern, sowie wer die Verantwortung für das Handeln der Maschinen trägt.

Dabrock forderte mehr Informationen über die technischen Hintergründe oder über die wirtschaftlichen Folgen der Anwendung autonomer Systeme. Es gehe zudem um die Frage, nach welchen Kriterien in Notfällen entschieden wird, aber auch darum, wie Menschen auch weiterhin selbstbestimmt entscheiden könnten.