Kirchliches Kunstprojekt mit "heiligen" Gegenständen

Kritisch kreative Kunstprojekte steuert eine Fürther Kirchengemeinde derzeit zum Reformationsjubiläum 2017 bei. Die Auferstehungskirche soll dabei zum Raum sozialer Skulpturen werden, teilte das Dekanat Fürth mit.

So gestaltet unter anderem die Künstlerin Johanna Klose das Projekt "Offene Altäre - Heilige Schätze". Gemeindemitglieder und Workshopgruppen können unter ihrer Leitung zu verschiedenen Themen Altäre gestalten, auf denen sie für sie heilige Gegenstände ablegen. Solche heiligen Gegenstände können etwa eine Zeichnung der Großmutter, das erste Kuscheltier oder eine Locke vom ersten Haarschnitt sein, erklärt die Künstlerin. Diese Schätze würden Assoziationen, Erinnerungen und Wünsche in sich tragen. In ihrem Projekt können sie auf offenen, improvisierten Altären "auf den Tisch" gebracht werden. Aus den gesammelten Fundstücken sollen "Gedanken-Inseln" entstehen, die sich auch nach Ausstellungsbeginn durch neu hinzukommende Schätze weiter verändern. Die gestalteten Altäre werden im Kirchenraum und außerhalb der Kirchenmauern verteilt aufgestellt.

Am Samstag, 25. März, findet ein Workshop hierzu statt. Am Sonntag, 2. April, nimmt Klose im Anschluss an den Gottesdienst "Heilige Schätze" in Empfang und dokumentiert die dazugehörigen Geschichten. Auch nach der Eröffnung der Ausstellung am 30. April besteht die Möglichkeit, eigene "Schätze" auf den "Offenen Altären" abzulegen.