Syrien-Gespräche ohne Ergebnis beendet

Die Vereinten Nationen haben die Genfer Syrien-Gespräche ohne greifbare Ergebnisse für die Millionen notleidenden Menschen in dem Bürgerkriegsland unterbrochen. Die Delegationen des Assad-Regimes und der Opposition sollen Ende März zu weiteren Beratungen über eine friedliche Lösung des sechs Jahre dauernden Konflikts zusammenkommen, erklärte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Freitagabend in Genf.

Die Konfliktparteien hätten zugestimmt, über eine glaubwürdige neue Regierung, die Ausarbeitung einer Verfassung und das Abhalten freier Wahlen zu sprechen. Zudem sollen sich die Delegationen über den Kampf gegen den Terrorismus austauschen. UN-Vermittler de Mistura hatte bereits zu Beginn der Gespräche Mitte vergangener Woche Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch gedämpft.

In Syrien sind 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Innerhalb und außerhalb des arabischen Landes sind mehr als elf Millionen Männer, Frauen und Kinder auf der Flucht vor der Gewalt. Seit Beginn des Konflikts im März 2011 starben nach Schätzungen zwischen 400.000 und 500.000 Menschen. Seit Ende Dezember gilt eine Waffenruhe, die aber brüchig ist. Das Regime des Machthabers Baschar al-Assad, verschiedene Oppositions- und Rebellengruppen sowie Terrormilizen wie der "Islamische Staat" kämpfen um die Macht.