Luther und Litauen auf Leipziger Buchmesse

Aktuelle politische Debatten sollen auch in diesem Jahr vom 23. bis 26. März die Leipziger Buchmesse bestimmen. Noch nie sei das Bedürfnis der Öffentlichkeit so groß gewesen, sich über gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft auszutauschen, wie in diesem Jahr, sagte Buchmessen-Direktor Oliver Zille am Dienstag in Leipzig.

Um die Vergangenheit und Gegenwart Europas geht es im Programm des Schwerpunktlandes der Buchmesse: Litauen. Rund 60 Veranstaltungen drehen sich um Literatur, Kultur und Gesellschaft in Litauen. Das Land präsentiert sich mit 26 Neuerscheinungen, unter anderem von Eugenijus Alisanka.

Das diesjährige Reformationsjubiläum werde eine dominante Rolle spielen, kündigte Zille an: "Es luthert unheimlich auf der Messe." Die Reformation vor 500 Jahren sei "eine Revolution im Denken der Menschen" gewesen. Die Messe werde mit ihrem Angebot zurück und nach vorn schauen. So setzten sich mit Martin Luther und der Reformation zahlreiche Neuerscheinungen auseinander, von Kinderbuch, Comic und Streitschrift bis zum Roman. Zudem werde in einem Poetry Slam die Macht des Wortes gefeiert und sich zeitgemäß mit Martin Luther (1483-1546) und der Reformation auseinandergesetzt, sagte der Buchmesse-Direktor.

Erwartet werden insgesamt 260.000 Besucher, davon 195.000 allein auf dem Leipziger Messegelände. Zur Leipziger Buchmesse mit dem Lesefest "Leipzig liest" treten in diesem Jahr 3.300 Mitwirkende bei 3.400 Veranstaltungen auf. 411 Bühnen werden in der Stadt Leipzig zu finden sein, 160 auf dem Messegelände selbst. Auf dem Messegelände werden sich laut Zille 2.400 Aussteller präsentieren.