Berlinale: Friedensfilmspreis für Dokumentarfilm aus Chile

Der chilenische Dokumentarfilm "El Pacto de Adriana" (engl.: "Adrianas Pact") erhält den Friedensfilmpreis der diesjährigen Berlinale.

Die Regisseurin Lissette Orozco spüre darin auf packende Weise der Rolle ihrer Tante Adriana in der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet nach und breche damit den "Pakt des Schweigens", erklärten die Heinrich-Böll-Stiftung und der Verein Weltfriedensdienste am Samstag als Preisverleiher. Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am Sonntag in Form einer vom Künstler Otmar Alt geschaffenen Bronzeplastik überreicht.

Der Film habe "eine klare Haltung, behauptet aber nicht, die Wahrheit zu kennen", hieß es weiter zur Begründung. Gesellschaftlicher Frieden beginne mit der Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Die in dem Film gezeigte sehr persönliche und schmerzliche Auseinandersetzung mit ihrer Familie und der Geschichte Chiles beweise die außergewöhnliche Courage der Regisseurin, erklärte die Jury.