Reformation in Osnabrück: Schüler sollen Türen mit eigenen Thesen gestalten

Mehrere Pinsel stehen vor einem abstrakten Gemälde.

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Die evangelische Kirche in Osnabrück will Jugendlichen in den kommenden Monaten mit dem Projekt "Türen in die Zukunft" die Reformation und ihre Ideen näherbringen.

Schülerinnen und Schüler sollen mit kreativen Mitteln ausdrücken, was Religion und der Gedanke der Reformation für sie bedeuten, sagte Regionalbischöfin Birgit Klostermeier. Die jungen Menschen seien aufgefordert, unter dem Motto "Das würde ich heute gern mal an eine Kirchentür nageln" selbst Türen zu gestalten. Vorbild ist der Thesenanschlag Martin Luthers an die Tür der Wittenberger Schlosskirche vor 500 Jahren.

Alle Schulen der Region könnten sich an dem Projekt beteiligen. Die Jugendlichen könnten die Gelegenheit nutzen, Forderungen an die Kirche und an die Gesellschaft zu formulieren, sagte Michael Prior, Geschäftsführer der Bohnenkamp-Stiftung, die das Vorhaben finanziell unterstützt. Die Reihe der gestalteten Türen werde während der Osnabrücker Kulturnacht am 26. August und zum Reformationstag am 31. Oktober präsentiert.

Eine weitere Aktion für junge Menschen anlässlich des 500. Reformationsgedenkens ist den Angaben zufolge eine mit Jugendlichen konzipierte Ausstellung unter dem Titel "Osnabrück im Zeitalter der Reformation". Auch das interreligiöse Musiktheater "Der beste Gott" und die Tafel der Generationen des Ratsgymnasiums zum Thema "Wir erzählen Konfession" solle vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen. Klostermeier lobte die vielfältigen Ansätze und wünschte ihnen eine gute Resonanz: "Reformation braucht junge Ideen."