Niederländisches Königspaar auf Luthers Spuren

Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima beim Verlassen der Schlosskirche vor der Thesentür in Wittenebrg.

Foto: epd-bild/Steffen Schellhorn

Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima vor der Schlosskirche in Wittenberg. Begleitet wurden sie unter anderen vom sächsischen Ministerpräsident Reiner Haseloff (l) und Pfarrerin Hanna Kasparick (r), Leiterin des Predigerseminars Wittenberg.

Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima ist am Donnerstag in der Lutherstadt Wittenberg empfangen worden.

Zu Beginn des Besuches im Ursprungsland der Reformation stand die Besichtigung der Schlosskirche in Wittenberg auf dem Programm. Begrüßt wurde das Königspaar an der berühmten Thesentür des Gotteshauses von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und dem Oberbürgermeister der Lutherstadt, Torsten Zugehör (parteilos).

Vor der Schlosskirche beobachteten rund 300 Schaulustige das Geschehen, teilweise mit Fähnchen in den niederländischen Landesfarben. König Willem-Alexander und Königin Máxima sind bereits seit Dienstag zu einem Arbeitsbesuch in Mitteldeutschland unterwegs. Am Freitag folgen noch Besuche in Dessau-Roßlau und Oranienbaum.

Die Wittenberger Schlosskirche war Anfang Oktober vergangenen Jahres nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten offiziell wiedereingeweiht worden. Sie erstrahlt zum Reformationsjubiläum in neuem Glanz und mit einem neuen Altarbehang, den die dänische Königin Margrethe II. selbst gefertigt und zur Wiedereinweihung überreicht hatte. Kurz darauf hatte auch das schwedische Königspaar Carl XVI. Gustaf und Silvia der Lutherstadt Wittenberg einen Besuch abgestattet und sich beeindruckt vom Stadtbild und den Spuren Martin Luthers (1483-1546) gezeigt.

An die Thesentür der Schlosskirche soll Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 kirchenkritischen Thesen angeschlagen haben. Dieses Ereignis gilt heute als zentraler Ausgangspunkt der weltweiten Reformationsbewegung, die zur Spaltung in evangelische und katholische Kirche führte. Die heutige Thesentür ist nicht mehr das Original von 1517. In der Schlosskirche befindet sich auch Luthers Grabstätte.