Gauck will nicht wieder auf die Kanzel

Bundespräsident Joachim Gauck in seinem Dienstzimmer im Schloss Bellevue.

Foto: epd-bild/Jürgen Blume

Bundespräsident Joachim Gauck in seinem Dienstzimmer im Schloss Bellevue (Archiv).

Der scheidende Bundespräsident Joachim Gauck plant keine Rückkehr als Prediger. "Die Pastorenzeit war sehr ernsthaft und sehr schön. Aber sie gehört der Vergangenheit an", sagte der 77 Jahre alte evangelische Theologe dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Gauck war bis 1990 als Pastor in Mecklenburg tätig, bevor er in die erstmals frei gewählte DDR-Volkskammer einzog. Bundesweit bekannt wurde er als Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

"Ich bin seit 1990 laisiert und zwar in gutem Einvernehmen mit der Kirche", sagte Gauck, der bei der Bundesversammlung am 12. Februar nicht für eine zweite Amtszeit als Staatsoberhaupt kandidiert. Was in Zukunft vielleicht auf ihn zukomme, "das möchte ich jetzt noch gar nicht alles wissen". "Da lasse ich mich gerne überraschen", sagte Gauck, der in Berlin wohnen bleiben möchte, aber auch wieder mehr Zeit an der Ostsee verbringen möchte: "Ich kann ja nicht anders. Ich bin und bleibe tief in meinem Herzen ein Mecklenburger - egal, wo ich lebe."