Kirchen feiern ökumenischen Schöpfungstag

Der Mäusturm in Bingen.

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Die christlichen Kirchen in Deutschland feiern am einen ökumenischen "Tag der Schöpfung" in Bingen, mit Blick auf den Mäuseturm.

Die christlichen Kirchen in Deutschland feiern am 2. September einen ökumenischen "Tag der Schöpfung".

Für die zentrale Feier sei Bingen am Rhein ausgewählt worden, teilten die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau am Mittwoch in Frankfurt und Darmstadt mit. Das Motto "Die ganze Schöpfung - Lobpreis Gottes" stamme aus einem Lied der Mystikerin, Äbtissin und Naturforscherin Hildegard von Bingen (1098-1179). Gefeiert wird in dem Park gegenüber der kleinen Insel mit dem Mäuseturm, wo Hildegard ihr Kloster gegründet hatte.

Das Fest wird um 14 Uhr durch den ACK-Vorsitzenden und katholischen Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, gemeinsam mit dem Binger Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) eröffnet. "Lobpreis des Schöpfers und Verantwortung für die Schöpfung gehören untrennbar zusammen", sagte Wiesemann. Die Verbindung zur Ökumene liege nahe: "Wir bekennen gemeinsam den Glauben an Gott, den Schöpfer." Die ACK feiert seit 2010 in Deutschland jährlich einen ökumenischen Tag der Schöpfung. Die Anregung geht auf den damaligen orthodoxen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. zurück.

Neben einem Bühnenprogramm präsentieren kirchliche Initiativen am 2. September Projekte und Ideen für einen nachhaltigen Lebensstil. So gibt es Bioweine, Tipps für eine kreative Müllverwertung oder die Gestaltung artenreicher Gärten. Um 17 Uhr beginnt im Park der Gottesdienst, den Wiesemann und der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung neben anderen gestalten. Der Eintritt in den Park sowie zu allen Veranstaltungen ist frei.