Migrant startet Videokampagne gegen sexuelle Gewalt

 Yassir Eric

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Yassir Eric

Der aus dem Sudan stammende Yassir Eric hat Männer aus dem arabischen Sprachraum aufgefordert, sich mit einer Videobotschaft von den Angriffen gegen Frauen in Köln zu distanzieren.

"Nehmt Euer Handy und macht ein Video und sagt den Menschen in diesem Land: Es tut mir so leid, was in Köln passiert ist", fordert er in einem 90-sekündigen Film auf, den er im Internet veröffentlicht hat. Yassir Eric ist Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen an der Akademie für Weltmission in Korntal bei Stuttgart.

Als Migrant schäme er sich dafür, dass unter den Tätern in Köln viele Arabisch sprechende Männer gewesen seien: "Das ist eine Schande." Wahre Männer respektierten Frauen und dieses Land, das Flüchtlinge aufgenommen habe und ihnen viele Möglichkeiten gebe. Die Videokampagne soll laut Eric die Distanz zu den Tätern deutlich machen: "Wir sind nicht alle so."

In Köln hatten in der Silvesternacht Gruppen junger Männer, offenbar vor allem aus dem nordafrikanisch-arabischen Raum, vor dem Hauptbahnhof Frauen sexuell bedrängt und bestohlen. Der Polizei war es nicht gelungen, die Übergriffe zu verhindern, die aus einer Menge von zeitweise mehr als tausend Menschen heraus begangen wurden. Insgesamt sind laut Polizei mehr als 500 Strafanzeigen eingegangen. Seitdem hetzen Menschen, vor allem in den sozialen Netzwerken, zunehmend gegen Flüchtlinge und stellen sie unter Generalverdacht.