Brandenburgs Kloster Heiligengrabe hat eine neue Äbtissin

Das evangelische Kloster Stift zum Heiligengrabe in Brandenburg hat eine neue Äbtissin.

Die 58-jährige Theologin Erika Schweizer aus Münster wurde am Sonntag in der Stiftskirche von Kirchenpräsident Christian Schad von der Evangelischen Kirche der Pfalz in ihr Amt eingeführt. Zugleich wurde die bisherige Äbtissin Friederike Rupprecht, die ihr Amt zum Jahresende mit 75 Jahren aufgegeben hatte, verabschiedet.

In mehr als 14 Jahren habe die Theologin einen Konvent mit mehreren Stiftsfrauen aufgebaut und Heiligengrabe zu einem kulturellen Anziehungspunkt entwickelt, der weit über Brandenburg hinaus ausstrahle, sagte Schad laut Manuskript. Durch Rupprechts Initiativen sei es gelungen, das historische Klosterensemble zu retten und die klösterliche Tradition des Ortes fortzuführen.

Auch Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) würdigte die langjährige Leiterin des Frauenkonvents. Friederike Rupprecht habe das Kloster "aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und zu neuer Blüte geführt", betonte Kunst in einem Grußwort: "Ihr ist es zu verdanken, dass ein wichtiges brandenburgisches Kulturerbe erhalten geblieben ist und heute mit Leben gefüllt ist." Dank ihrer Initiative seien unter anderem Ausstellungen und Museumsbereiche, eine Stiftsbibliothek, Pilgerpfade und Seminarzentren geschaffen worden.

Das frühere Zisterzienserinnenkloster Heiligengrabe bei Wittstock wurde 1287 gegründet und gilt als eines der besterhaltenen Klöster in Brandenburg, seit 1998 ist es ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist eine Einrichtung der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und steht seit 2006 unter der Kirchen- und Stiftungsaufsicht der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.