Wintereinbruch im Libanon bringt Flüchtlinge in Bedrängnis

Syrian refugees in snow at the Barelias refugee camp

Foto: dpa/Lucie Parsaghian

Ein syrischer Flüchtling trägt ein Brot durch den Schnee in das Barelias Flüchtlingslager im Bekaa-Tal.

Der Wintereinbruch im Libanon gefährdet Hunderttausende syrische Flüchtlinge. Viele wohnen in Zelten, die nicht isoliert sind.

Seit dem Wochenende gebe es in der Bekaa-Ebene Schneefälle und Sturm, die Temperaturen seien unter den Gefrierpunkt gefallen, berichtete die Diakonie Katastrophenhilfe am Dienstag in Berlin. Besonders für die geflüchteten Familien verschärfe sich die Situation. Nach Schätzunjg der Diakonie Katastrophenhilfe haben rund 1,2 Millionen syrischen Flüchtlinge im Libanon Zuflucht gefunden.

"Viele leben in Zelten, die nicht isoliert sind", sagte der Leiter des evangelischen Hilfswerks, Martin Keßler: "Es gibt noch weniger Arbeit, gleichzeitig müssen die Familien aber zusätzlich Heizmaterial kaufen und ihre Unterkünfte winterfest machen." Besonders Kinder und alte Menschen litten unter der Kälte, seit dem Wochenende habe es vermehrt Bronchitis-Fälle gegeben.

Nach Einschätzung der Partnerorganisation IOCC  (International Orthodox Christian Charities) drohten gefährliche Versorgungslücken: Über den Jahreswechsel liefen viele Hilfsprogramme aus, und neue seien noch nicht finanziert.

Die Diakonie Katastrophenhilfe und IOCC bieten Flüchtlingen warme Mahlzeiten und Mietzuschüsse an. Die beiden Organisationen werden dabei vom Auswärtigen Amt unterstützt.