Kirche will sich in Endlagerkommission für Aussöhnung einsetzen

Die Kirche kann nach Einschätzung des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister in der vom Bundestag eingesetzten Endlagerkommission für Atommüll ein "Garant für ein faires, gerechtes Verfahren" sein.

"Bei der Frage, wie das Thema so gelöst werden kann, damit der Dissens nicht weiter fortbesteht, kann die Kirche mitreden", sagte der evangelische Theologe der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). Meister leitet in der Endlagerkommission die Arbeitsgruppe gesellschaftlicher Dialog.

Mit einer zweitägigen Sitzung startete die Kommission am Freitag und an diesem Samstag in das nach den bisherigen Planungen letzte Halbjahr ihrer Arbeit. Meister vertritt in dem 33-köpfigen Gremium, das die Suche nach einem Endlager vorbereiten soll, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Ziel sei es, eine "aussöhnende Haltung" mit den Menschen in den Widerstandsgruppen zu formulieren, sagte der Bischof. Die Endlager hätten jahrzehntelang die Gesellschaft gespalten und zu den größten Demonstrationen in der Bundesrepublik geführt.