EKD-Medienbeauftragter Bräuer: Zu Weihnachten weniger Gewalt im Fernsehen

Markus Bräuer

Foto: epd-bild/Andrea Enderlein

Der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Markus Bräuer

Der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Markus Bräuer, hat sich erfreut über weniger Gewalt im Weihnachtsprogramm der Fernsehsender geäußert. Die Sendungen im Vorabend- und Hauptprogramm seien in diesem Jahr weniger gewalttätig, sondern vielfältig und größtenteils familienfreundlich, sagte Bräuer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Als Beispiele nannte er "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Der kleine Lord" und "Familie Heinz Becker", die am 24. Dezember tagsüber im Ersten laufen.

Auch "Weihnachten mit Carmen Nebel" am Heiligen Abend und "Die Helene-Fischer-Show" am ersten Weihnachtsfeiertag im ZDF seien Shows, die die Familie zusammenbringen könnten, sagte der Medienbeauftragte. Besonders lobte er den Sender 3sat: Dort würden Reportagen gezeigt, die die unterschiedlichen regionalen Weihnachtstraditionen erläuterten. Der Fernsehfilm "Stille Nacht" erzähle von der Geschichte des beliebtesten Weihnachtslieds der Welt, und Margot Käßmann spreche über die Bibel.

Weihnachten am 2. Weihnachtsfeiertag vorbei

Bräuer bedauerte, dass Weihnachten für die meisten Fernsehsender am zweiten Feiertag schon wieder vorbei zu sein scheine. Das Abendprogramm zeige dann "Tatort", "Traumschiff" und Blockbuster, wie sie sonst auch zu sehen seien. "Für diesen Abend empfehle ich Vox oder RTL II, wo 'Bridget Jones' und 'Schindlers Liste' laufen, die wegen der Jahreszeit der Handlung und der Aussage viel besser zu diesem Weihnachtsabend passen."

Im Spätprogramm werde es dann bei den Privatsendern auch an diesem Weihnachtsfest wieder gewalttätig, sagte Bräuer: "'Rambo III' am ersten Weihnachtstag auf RTL, 'Riddick' am zweiten Christtag auf RTL II oder 'Machete' auf ProSieben verbinden sich für mich absolut nicht mit dem Fest des Friedens und der Liebe."