Klimavertrag: Weltkirchenrat fordert Taten für die Schöpfung

Ichthys-Symbol auf einer Holzwand.

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Nach der Einigung auf den Weltklimavertrag hat der Ökumenische Rat der Kirchen eine genaue Umsetzung gefordert.

Die Kirchen müssten Druck ausüben, damit Politiker die gefährdete Schöpfung tatsächlich schützten, forderte der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Olav Fykse Tveit, am Montag in Genf. Das Abkommen allein sei keine Garantie für eine bessere Welt.

Der Generalsekretär des Dachverbandes von knapp 350 Mitgliedskirchen äußerte die Hoffnung, dass die Vereinbarung eine große Welle von Investitionen in nachhaltige Technologien zur Energiegewinnung zur Folge haben werde. Zudem lobte der norwegische Lutheraner, dass die Bedürfnisse armer Staaten, die besonders von extremen Wettersituationen heimgesucht werden, in dem Abkommen berücksichtigt worden seien.



Auch der Lutherische Weltbund mit 145 Kirchen lobte den neuen Klimavertrag. Ohne das aktive Engagement vieler Bürger rund um den Globus wäre das Abkommen nicht zustande gekommen, erklärte der Generalsekretär des LWB, Martin Junge. In der globalen Bewegung für den Klimaschutz engagieren sich die Kirchen seit Jahren.

Delegierte aus 195 Ländern hatten am Samstagabend in Paris ein neues globales Klimaschutzabkommen beschlossen. Der Vertrag verpflichtet erstmals alle Länder zum Klimaschutz und tritt 2020 in Kraft. Er sieht unter anderem vor, die Erderwärmung auf 1,5 bis zwei Grad zu begrenzen und die Netto-Emissionen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf null zu senken.