Lebenskunde legt zu - evangelischer Religionsunterricht weiter an der Spitze

Erstmals nehmen nach Angaben des Humanistischen Verbandes mehr als 60.000 Schüler am Lebenskundeunterricht teil. Das sei der höchste Wert seit Einführung des Unterrichtsfaches in Berlin im Jahre 1982. Noch mehr Schüler besuchen den evangelischen Religionsunterricht.

Der Landesverband Berlin-Brandenburg des Humanistischen Verbandes Deutschland berief sich dabei am Montag auf Zahlen der Senatsbildungsverwaltung zum Weltanschauungs- und Religionsunterricht. Demnach erhöhte sich die Teilnehmerzahl im Humanistischen Lebenskundeunterricht von 56.380 im Vorjahr auf 60.257. Das entspreche einem Plus von 3,9 Prozent.



Insgesamt nähmen damit 17,9 Prozent aller Berliner Schüler an dem Unterrichtsangebot teil. Der Humanistische Lebenskundeunterricht sei damit das zweitbeliebteste Fach nach dem evangelischen Religionsunterricht, den 79.549 Schüler beziehungsweise 23,7 Prozent besuchten. Am katholischen Unterricht nahmen 24.234 Schüler beziehungsweise 7,2 Prozent teil. Die Islamische Föderation verzeichnete den Angaben zufolge 4.991 Teilnehmende oder 1,5 Prozent. Insgesamt besuchen aktuell 173.135 Schüler den freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterricht, also mehr als die Hälfte aller Schüler (51,5 Prozent).