Dröge: Syrien-Einsatz wirft noch viele Fragen auf

Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Foto: epd-bild/Jens Schlüter

Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Der Berliner Bischof Markus Dröge hat kritisiert, dass beim Syrien-Einsatz der Bundeswehr viele Fragen noch ungeklärt sind.

Es gebe mehr Fragen als Antworten, sagte Dröge in einem Gottesdienst vor dem am Donnerstag beginnenden Parteitag der SPD in Berlin. Ungeklärt sei, was Ziel des Einsatzes sei, ob der "Islamische Staat" tatsächlich militärisch geschwächt werden könne und ob sich ein Friedenskonzept für die Zeit danach abzeichne, sagte der Berliner evangelische Bischof. "Die Entscheidung für den Militäreinsatz löst die Pflicht aus, für diese Fragen nun umso dringender und ernstlicher nach Antworten zu suchen", mahnte er.

Dröge, der auch Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, sagte, die Abgeordneten des Bundestags seien sich dieses Dilemmas durchaus bewusst gewesen beim Ringen um eine Antwort. Er hätte sich aber noch mehr "Bewusstsein für die Fraglichkeit eines Militäreinsatzes" gewünscht.



Vor Beginn des Parteitags waren die SPD-Mitglieder zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Der Bundesparteitag der Sozialdemokraten sollte am Vormittag in Berlin starten. Als einen der ersten Punkte sah die Tagesordnung die Diskussion um den Leitantrag "Für eine gerechte und friedliche Welt" vor.