Diakoniechef wirbt für Tarifvertrag in der Pflege

Eine Pflegehausbewohnerin und eine Pflegehelferin in Hamburg gehen in einem Seniorenzentrum mit einem Rollator einen Gang entlang.

Foto: dpa/Angelika Warmuth

Der niedersächsische Diakonie-Chef Christoph Künkel hat vor einem anhaltenden Wettbewerb in der Pflege auf dem Rücken der Beschäftigten gewarnt.

"Wir müssen in Niedersachsen dringend einen Ausweg aus der Abwärtsspirale der Löhne finden", sagte Künkel am Mittwoch vor der evangelischen Landessynode in Hannover. Die Diakonie in Niedersachsen trete deshalb für einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege ein.

Als einen ersten Schritt hätten im Februar die Wohlfahrtsverbände, darunter auch die Diakonie, mit der Gewerkschaft ver.di in Niedersachsen einen Tarifvertrag für die Ausbildung in der Pflege unterzeichnet. Am 10. Dezember entscheide sich, ob dieser für allgemeinverbindlich erklärt werde, sagte Künkel, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen ist. "Wenn das gelingt, hätten wir einen Durchbruch erfahren", erklärte der Diakonie-Chef.