"Pegida" wird wieder etwas schwächer

Lutz Bachmann, Mitbegründer der "Pegida", spricht am 2.November 2015 auf dem Theaterplatz in Dresden.

Foto: dpa/Arno Burgi

Lutz Bachmann, Mitbegründer der "Pegida", spricht am 2.November 2015 auf dem Theaterplatz in Dresden.

Am Montagabend haben sich in Dresden mehrere Tausend "Pegida"-Anhänger versammelt. Allerdings kamen deutlich weniger Menschen zu der fremdenfeindlichen Protestkundgebung als in den Vorwochen.

Nach einer ersten Schätzung der Gruppe "Durchgezählt" zufolge versammelten sich zwischen 6.000 bis 7.500 Asylgegner vor der Dresdner Frauenkirche. Zeitgleich protestierten bis zu 1.000 Menschen gegen "Pegida". Vor zwei Wochen waren zum Jahrestag der "Pegida"-Bewegung bis zu 20.000 Menschen zusammengekommen. In der vergangenen Woche wurden noch bis zu 12.000 Asylgegner mobilisiert.

Bei der Kundgebung an diesem Montag vor der Frauenkirche verglich Cheforganisator Lutz Bachmann den SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas mit NS-Propagandachef Joseph Goebbels. Maas sei "einer der schlimmsten geistigen Brandstifter seit Goebbels und Karl-Eduard von Schnitzler", sagte Bachmann. Anlass waren Äußerungen des SPD-Politikers, der Übergriffe auf Flüchtlingsheime und den Anschlag auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker während ihres Wahlkampfes als "Wirkung dieses 'Pegida'-Giftes" bezeichnet hatte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde erneut für ihre Flüchtlingspolitik kritisiert. Die Menge skandierte unter anderem "Merkel muss weg" und "Volksverräter".

Zum Protest gegen "Pegida" hatte die Initiative "Gepida" aufgerufen. Das Kürzel steht für "Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter".