Leipziger Kirche wird Integrationshotel

Die Philippuskirche in Leipzig

Foto: epd/Sebastian Willnow

Die Leipziger Philippuskirche soll ab April 2016 zu einem sogenannten Integrationshotel umgewidmet werden. Rund 5,5 Millionen Euro will das Berufsbildungswerk (BBW) Leipzig in den Ausbau des einstigen Pfarrhauses und der Gemeinderäume investieren, wie Projektleiter Wolfgang Menz sagte.

Eine Eröffnung werde für den Sommer 2017 angestrebt. 40 Prozent der Arbeitsplätze in dem Hotel sind für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Das Berufsbildungswerk hatte die Kirche und die Gemeinde- und Pfarrräume 2012 von der sächsischen Landeskirche gekauft. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kirche schon rund zehn Jahre nicht mehr regelmäßig von einer Gemeinde genutzt. Derzeit finden dort wechselnde Veranstaltungen, Konzerte, Andachten und Gottesdienste statt. Der Umbau betrifft nicht den Kirchenraum selbst. Dieser soll weiter als liturgischer Ort und für Veranstaltungen erhalten bleiben.

Das Gebäudeensemble rund um die Philippuskirche wurde zwischen 1907 und 1910 nach den Vorgaben des "Wiesbadener Bauprogramms" erbaut. Dabei wird die Kirche als ein "Versammlungshaus der feiernden Gemeinde" verstanden, was sich unter anderem durch eine als Einheit verstandene Anordnung von Altar, Orgel, Kanzel und Bestuhlung ausdrückt.

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