Berliner Lichterkette für Flüchtlinge

Hände unschließen ein brennendes Teelicht.

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Mit einer rund 30 Kilometer langen Lichterkette quer durch Berlin will ein Aktionsbündnis am 17. Oktober ein Zeichen für Flüchtlinge setzen.

Dazu würden mindestens 25.000 Menschen benötigt, die sich an dem Abend auf der West-Ost-Achse zwischen Staaken am westlichen Berliner Stadtrand und Kaulsdorf im Osten versammeln, sagte der Initiator der Lichterkette, Pfarrer Peter Kranz, am Mittwoch in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Kranz ist Vorsitzender des Ökumenischen Zentrums für Friedens-, Umwelt- und Eine-Welt-Arbeit. Der Aufruf wird von zahlreichen Organisationen, Parteien und Gewerkschaften unterstützt.

Anlass für die Lichterkette sei die bröckelnde Akzeptanz von Flüchtlingen in der Bevölkerung, sagte Kranz. Zudem solle für das Ausland ein Zeichen gesetzt werden. Die Idee zu der Aktion sei im August geboren worden, als deutschlandweit mehrere Unterkünfte brannten, in denen Asylbewerber untergebracht werden sollten.



Kranz hat Erfahrung mit der Organisation von Lichterketten. Es sei ein ehrgeiziges Vorhaben, habe aber schon zweimal geklappt, betonte der im Ruhestand befindliche Pfarrer. 2003 mobilisierte die Initiative um den Pfarrer nach eigenen Angaben rund 110.000 Teilnehmer gegen den Irak-Krieg und 2005 rund 25.000 Menschen zum 60. Jahrestag des Kriegsendes.