Kirchen in Deutschland beraten über Flüchtlinge

Mitgliederversammlung der ACK trifft sich in Berlin
Der Austausch über die Situation der Flüchtlinge in Europa steht auf der Tagesordnung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) am 30. September und 1. Oktober in Berlin.

Wie die einzelnen Kirchen in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind, steht im Zentrum der Mitgliederversammlung. Dabei sollen auch mögliche Kooperation und Zusammenarbeit verstärkt werden, teilte die ACK mit. "In der Hilfe für Flüchtlinge sollten wir uns so viel wie möglich absprechen und ökumenisch handeln", ist Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der ACK in Deutschland, überzeugt. Flüchtlinge seien keine Bedrohung, sondern "bereichern uns und wir tragen für sie Verantwortung, egal welche Religion oder welche Konfession sie haben", sagte Wiesemann. Die Delegierten der christlichen Kirchen in Deutschland wollen eine Erklärung zum Thema Flüchtlinge verabschieden.

Auf einem Studientag beschäftigt sich die Mitgliederversammlung außerdem mit ihrem Missionsverständnis. Grundlage ist das vom Vatikan, dem Ökumenischen Rat der Kirchen sowie der Weltweiten Evangelischen Allianz verabschiedete Dokument "Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt". Bei dem Studientag geht es vorrangig um die Frage, wie Mission, christliches Zeugnis und interreligiöser Dialog im Verhältnis stehen.

Die Mitgliederversammlung ist das oberste, beschlussfassende Leitungsorgan der ACK. Sie besteht aus den 50 Delegierten der Mitglieder, Gastmitglieder sowie ständigen Beobachter, die von den Kirchen für die Dauer von fünf Jahren benannt werden. Die Mitgliederversammlung der ACK tagt in der Regel zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst.