Gewinner des Jan-Hus-Predigtpreises kommen aus Holland, Deutschland und Tschechien

Der niederländische Pfarrer Herman Koetsveld hat den ersten Preis beim Jan-Hus-Predigtwettbewerb gewonnen.

Prämiert wurde seine Auslegung von Johannes 4,1-16 zum ökumenischen Sonntag der Einheit, vorgetragen in der Protestantischen Kirche in Hengelo. Der zweite Preis ging an Philipp Greifenstein. Der Theologiestudent aus Halle predigte in zwei thüringischen Dorfgemeinden über Apostelgeschichte 9. Jirí Gruber, Pfarrer der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Brno (Tschechische Republik), überzeugte mit einer Karfreitagspredigt zu Markus 15, 42-46 und gewann den dritten Preis.

Der Jan-Hus-Predigtpreis war Anfang 2015, im 600. Jahr nach der Verbrennung des böhmischen Predigers auf dem Konzil zu Konstanz, von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine ausgelobt worden. Gesucht wurden Predigten, die "wie Jan Hus ihre Kraft aus der Bibel schöpfen, eine verständliche Sprache gebrauchen und Kirchen und Gesellschaft nicht schonen", heißt es in einer Mitteilung der Brüder-Unität.

130 Predigten wurden bis Anfang August eingereicht, darunter je 20 aus Tschechien und den Niederlanden. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Jan-Hus-Tagung am 1. November in Herrnhut statt. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Texte der ausgezeichneten Predigten veröffentlicht.

Die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine ist eine evangelische Freikirche, die auf dem Gut des Grafen Zinzendorf im 18. Jahrhundert in der Oberlausitz/Sachsen gegründet wurde. Eine wichtige Wurzel hat sie jedoch schon in der Böhmischen Reformation, die durch Jan Hus im 15. Jahrhundert angestoßen wurde. Neben großen Kirchenprovinzen in Afrika oder Amerika bildet die Herrnhuter Brüdergemeine in Kontinental-Europa eine Provinz mit Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien und weiteren fünf europäischen Ländern, weshalb der Predigtpreis auch in drei Sprachen ausgelobt wurde. In Deutschland arbeitet die Brüder-Unität mit einem Gaststatus in der EKD wie auch in der Vereinigung der evangelischen Freikirchen (VEF) sowie als Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit.

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