Foodwatch: Werbung für ungesunde Lebensmittel für Kinder verbieten

Ein Junge greift in ein Glas mit Süßigkeiten.

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Kinderlebensmittel sind oft zu süß oder zu fettig.

Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert ein Verbot von Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel.

Eine aktuelle Studie zeige, dass eine freiwillige Selbstbeschränkung der Industrie beim Kindermarketing wirkungslos sei, teilte foodwatch am Montag in Berlin mit. In der Untersuchung analysierte die Verbraucherorganisation 281 Kinderprodukte wie Müsli, Schokolade und Softdrinks auf ihre Nährwerte. 90 Prozent davon seien keine ausgewogenen Kinderlebensmittel im Sinne der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In den meisten Fällen seien die Produkte zu süß oder zu fettig.

In Deutschland sind den Angaben zufolge 15 Prozent der Kinder übergewichtig. Im Vergleich zu den 90er Jahren habe sich der Anteil von Kindern mit Übergewicht verdoppelt. Der Mediziner Dietrich Garlichs, Geschäftsführer Deutschen Diabetes Gesellschaft, warnte, dass sich die Essgewohnheiten aus der Kindheit im Leben fortsetzten. Er sagte mit Blick auf die foodwatch-Studie, Übergewicht werde im Alter zum Treiber für chronische Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck aber auch Krebs. Daher müssten gesunde Essgewohnheiten in der Kindheit gefördert und erlernt werden.