Guinea verhängt erstmals Ebola-Notstand

Guinea verhängt erstmals Ebola-Notstand
Weil die Zahl der Ebola-Fälle wieder zunimmt, haben Guinea und Sierra Leone am Wochenende die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Guineas Präsident Alpha Conde habe in der Nacht zum Sonntag den Notstand für mehrere Regionen des Landes ausgerufen, berichtete der britische Rundfunksender BBC.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Januar einen Rückgang der Ebola-Fälle gemeldet. Zuletzt spitzte sich die Lage in den betroffenen westafrikanischen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea aber wieder zu.

Zu den Maßnahmen in Guinea gehören unter anderem die Isolation von Krankenhäusern, neue Regeln für Beerdigungen und mögliche Ausgangssperren. Für Guinea ist es Medienberichten zufolge die erste Notstandsregelung seit dem Ebola-Ausbruch im Dezember 2013. Im Nachbarland Sierra Leone war am Freitag eine landesweite Ausgangssperre verhängt worden, die das ganze Wochenende galt. Nach jüngsten Angaben der WHO wurden seit dem Ausbruch in Westafrika 24.000 Menschen mit Ebola infiziert. 10.000 davon starben.