Bischof Meyns ruft nach Karnevalsabsage zu Besonnenheit auf

"Wir dürfen uns nicht von einzelnen, ideologisch fehlgeleiteten Terroristen in die gesellschaftliche Konfrontation führen lassen", sagte der braunschweigische evangelische Landesbischof Christoph Meyns nach der Absage des Braunschweiger Karnevals wegen einer Terrorwarnung.

"Mit großer Besorgnis haben wir heute festgestellt, wie nahe die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus auch in Braunschweig ist", sagte Meyns. "Dass ein fröhliches Volksfest vor heimtückischen Anschlägen geschützt werden muss, trifft uns in unseren Vorstellungen von einem friedlichen Miteinander aller Menschen in unserer Region. Egal, wo sie herkommen und egal, was sie glauben." Es sei bedrückend, dass ein derartiger Eingriff in die Freiheit durch die Sicherheitsbehörden notwendig sei.

Der Bischof rief dazu auf, an den demokratischen Überzeugungen von einer freiheitlichen Gesellschaft festzuhalten. "Und wir müssen weiter für ein friedliches und vertrauensvolles Miteinander der unterschiedlichen Religionen und Kulturen in unserer Region eintreten", appellierte er. "Die Wut und der Ärger über die Absage des Karnevalsumzugs dürfen keine Gründe für anti-islamische Ressentiments oder fremdenfeindliche Hetze sein." Der Islam sei ebenso wie das Christentum eine Religion des Friedens.

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